fbpx
Mahlzeiten und Getränke werden auf innerdeutschen und europäischen Flügen voraussichtlich nicht angeboten

Mahlzeiten und Getränke werden auf innerdeutschen und europäischen Flügen voraussichtlich nicht angeboten

Der Caterer streikt Eingeschränkte Bordverpflegung bei Lufthansa

Von Donnerstag 19. bis Samstag 21. Dezember 2019 kommt es bei Lufthansa zu Einschränkungen bei der Cateringbeladung an den Drehkreuzen Frankfurt und München.

Die Airline bietet in diesem Zeitraum auf innerdeutschen und europäischen Flügen voraussichtlich keine Mahlzeiten und Getränke an. Auf Langstreckenflügen gibt es eine reduzierte Bordverpflegung. Auf Rückflügen nach Frankfurt und München werden Langstreckenpassgiere aber normal versorgt, gab Lufthansa bekannt. Im Transit- und Abflugbereich gibt es Verpflegungsstationen mit kostenlosen Getränken und Snacks. Lufthansa erstattet nach Vorlage der Belege angemessene Kosten, wenn sich Fluggäste selbst mit Getränken und Essen versorgen. Getränke sollten aber erst nach der Sicherheitskontrolle erworben werden. Zudem werden kostenlose Umbuchungen für alle innerdeutschen oder innereuropäischen Lufthansa-Flüge mit Abflug vom 19. bis 21. Dezember entgegen genommen. Das gleiche gilt für Langstreckenflüge von Frankfurt oder München mit Abflug vom 19. bis 21. Dezember und für Tickets, die am oder vor dem 18. Dezember 2019 ausgestellt wurden. Fluggäste können ihren Flug für die gleiche Route auf einen Termin bis 5. Januar 2020 verschieben (Datum des Reisebeginns), Verfügbarkeit in der gleichen Reiseklasse vorausgesetzt. Kunden, die eine niedrigere Beförderungsklasse wählen, bekommen die Differenz erstattet. Lufthansa-Fluggäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt auf www.lufthansa.com über den Status ihres Fluges zu informieren, da es in Ausnahmefällen zu Flugstreichungen kommen kann.

(19.12.2019, rp)

 

Reiserecht Koffer kaputt - Flugpreis wird nicht erstattet

Wird das Gepäck verspätet befördert und geht ein Koffer kaputt, wird deswegen nicht gleich der Flugpreis erstattet.

Reiserecht Enteisungsmittel fehlt - Airline muss nicht zahlen

Das Winterwetter ist extrem und als Folge geht der Airline das Enteisungsmittel aus: der Flug wird annulliert. In so einem Fall bekommen Reisende keine Entschädigung von der Fluggesellschaft, entschied ein Gericht. Ist die Annullierung eines Fluges auf außergewöhnliche Umstände wie extremes Winterwetter und in der Folge fehlendes Enteisungsmittel zurückzuführen, muss die Fluggesellschaft keine Entschädigung zahlen. Das entschied das Amtsgericht Königs Wusterhausen (Aktenzeichen: 9 C 113/11), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift »ReiseRecht aktuell« berichtet.
In dem verhandelten Fall war ein Flug von Berlin nach Madrid im Dezember 2010 aufgrund der Witterung annulliert worden. Mehrtägiger Schneefall hatte die Vorräte für Enteisungsmittel am Flughafen zur Neige gehen lassen. Der Kläger buchte daraufhin einen anderen Flug und wollte die Kosten dafür von der Airline zurückerstattet bekommen.
Die Fluggesellschaft sei jedoch nicht zu einer Ausgleichszahlung verpflichtet, urteilten die Richter. Sie habe nachgewiesen, dass die Annullierung auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen ist, die sich nicht hätten vermeiden lassen, auch wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären. Airline und Flughafenbetreiber hatten im Sommer einen ausreichend großen Vorrat an Enteisungsmittel angelegt. Die extreme Wetterlage mit mehrtägigem Schneefall sei nicht vorhersehbar gewesen.

(20.12.2011, dpa/tmn)

Reiserecht Informationspflicht verletzt - wann es Bares gibt

Reiseveranstalter müssen ihre Kunden über absehbare oder bekannte Mängel informieren. Urlauber dürfen aber nicht ohne weiteres von sich aus den Reisepreis mindern, wenn sie denken, der Veranstalter habe seine Informationspflicht verletzt. Bei der Verletzung von Informationspflichten bekommt man nur Bares, wenn Reisemängel verschwiegen werden, die so schwerwiegend sind, dass sie eine Kündigung des Reisevertrages rechtfertigten. Das entschied das Landgericht Frankfurt (Aktenzeichen: 2-24 S 176/10). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift »ReiseRecht aktuell«.In dem Fall hatte der Kläger eine Reise durch Mexiko gebucht. Er bemängelte, vom Veranstalter nicht über das Risiko durch die Schweinegrippe informiert worden zu sein, die sich zum Zeitpunkt der Reise in Teilen Mexikos ausbreitete. Das Amtsgericht sah darin keinen Grund für eine Reisepreisminderung. Dem schloss sich das Landgericht an: Von sich aus dürften Urlauber den Reisepreis nur mindern, wenn die verschwiegenen Mängel sehr schwerwiegend sind, etwa bei einer kompletten Hotelüberbuchung oder bei einer erst halbfertigen Hotelanlage.Diese Voraussetzungen seien in diesem Fall aber nicht erfüllt. Auch die Kosten, die der Kläger für Telefonate mit seiner Tochter und der deutschen Botschaft geführt hatte, um sich zu informieren, seien seine Sache. Insbesondere leuchtete dem Gericht nicht ein, warum der Kläger anteilig auch die Grundgebühren für sein Handy geltend gemacht hatte. Juristisch gesehen seien das »Sowieso-Kosten«. Aber auch insgesamt hatte die Berufung keinen Erfolg.

(07.01.12, dpa/tmn)