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Tag der Toten in Oaxaca

Tag der Toten in Oaxaca

Foto: panthermedia.net, JCB Prod

Events 2011 Die schönsten Feste rund um den Globus

Wo könnte man im Urlaub Land und Leute besser kennenlernen als bei traditionellen Festen? Wir sagen, wo 2011 was los ist und stellen für jeden Monat ein herausragendes Spektakel vor.

Zwölf ausgewählte Highlights für ein ganzes Jahr, von Schweden bis Indien, vom Frühlingsfest in Valencia bis zum Sahara-Festival in Douz.

Januar: Schnee-Festival in Kiruna
In der nordschwedischen Stadt Kiruna dreht sich alles um Schnee und Eis. Im Mittelpunkt des Spektakels vom 28. bis 30. Januar stehen Wettkämpfe etwa mit Rentierschlitten und mit Tretschlitten. Aufregend ist auch die Schneeskooter-Sprung-Show, bei der internationale Skootertalente zeigen, was mit dem schweren Gefährt alles möglich ist. Eine Modenschau mit Winter- und Skikleidung rundet das Festival ab, bei dem mit etwas Glück auch das blau schimmernde Polarlicht am Horizont zu sehen ist (www.visitsweden.com).

Februar: Chinesisches Neujahr und Frühlingsfest
Mit viel Lärm feiern die Chinesen den Beginn eines neuen Mondjahrs. Das nächste Fest steigt am 3. Februar 2011, wenn das "Jahr des Hasen" beginnt. Vier Tage steht das Land Kopf, kommt das Arbeitsleben fast zum Stillstand. Am heftigsten wird das Neujahrsfest in Hongkong gefeiert. Auf den Straßen kann man Löwentänze, Blumen- und Tempelmärkte bewundern, viele Häuser sind mit Glücksbringern und Papierbändern mit Sinnsprüchen geschmückt - alles in roter Farbe, denn Rot gilt als die Farbe des Glücks. Und im Wong-Tai-Sin-Tempel arbeiten die Wahrsagerinnen im Akkord (www.discoverhongkong.com).

März: Fallas in Valencia
Laut, lauter, Fallas - bei ihrem jährlichen Frühlingsfest zünden die Valencianos den ganzen Tag lang Feuerwerkskörper. Der Höhepunkt des täglichen Böllerns ist die tägliche Mascletà, eine fünf Minuten andauernde "Symphonie" von Böllern, Krachern und Heulern auf dem Plaza Ayuntamiento. Bei dem Fest schmücken Hunderte von bis zu 20 Meter hohen Pappmaché-Figuren (die sogenannten Fallas) die Straßen der Stadt. Bis sie bei der Crema in der Nacht vom 19. auf den 20. März verbrannt werden und die Stadt einem Feuermeer gleicht. Termin der Fallas ist immer vom 15. bis 19. März (www.fallasfromvalencia.com und www.fallasvalencia.es).

April: Königinnentag in Amsterdam
Wenn die Holländer am letzten Tag im April den Geburtstag ihrer Königin feiern, geht es hoch her. Eine Million Besucher drängeln sich auf den Straßen und Grachten in einem Farbenmeer in Orange. Die Menschen tragen orangefarbene Hüte und orangefarbene Schals, sie essen Apfelkuchen mit orangefarbener Sahne, trinken orangefarbenen Likör. Orange ist die Farbe des niederländischen Königshauses. Partyboote auf den Grachten, Konzerte und Musik an jeder Ecke verwandeln die Stadt in ein großes Volksfest. Diese Mal lohnt für Auswärtige das Mitfeiern besonders: Der 30. April fällt 2011 auf einen Samstag (www.niederlande.de und www.niederlande-netz.de).

Mai: Raketenfest in Laos
Im Mai steigt in Laos zusammen mit dem höchsten buddhistischen Fest Boun Visakha Bousa, gewidmet der Erleuchtung, dem Geburts- und Todestag Buddhas, das Raketenfest Boun Bag Fai. Es findet in der heißesten, trockensten Jahreszeit statt. Mönche schießen aus mit Schießpulver gefüllten Bambusrohren selbstgemachte Raketen in den Himmel, um damit um Regen und eine reiche Ernte zu bitten. Mittlerweile findet ein regelrechter Wettbewerb um die höchste, schnellste und farbenprächtigste Rakete statt. Das Fest wird besonders aufregend in Vientiane und Luang Prabang gefeiert, dieses Jahr am 11. Mai, begleitet von einem großen Volksfest mit Umzügen, Musik und Tanz (www.luangprabangcity.com

Juni: Festas de Lisboa
Im Juni reihen sich in der portugiesischen Metropole gleich mehrere Feiern zu einem einzigartigen Volksfest. In den Altstadtgassen wird bei gegrillten Sardinen und Rotwein getanzt und den Klängen des Fado gelauscht. Im Mittelpunkt des Festreigens steht Santo Antonio, der Schutzheilige Lissabons. Höhepunkt des Festes ist die Parade Marchas Populares über die Avenida da Liberdade am 12. Juni. Am Nachmittag des nächsten Tages gibt es eine Prozession zu Ehren des hl. Antonius (www.festasdelisboa.com, www.visitlisboa.com).

Juli: Pflasterspektakel in Linz
Ein Festival der besonderen Art ist das Internationale Straßenkunstfestival in der Landeshauptstadt Oberösterreichs, das 2011 zum 25. Mal stattfindet. Die weltbesten Straßenkünstler genauso wie talentierte Newcomer begeistern bei einem der bedeutendsten Festivals seiner Art ihr Publikum mit Straßentheater und -musik, mit Comedy, Akrobatik und Clownerie. Nachts verzaubern Feuerperformances die Szenerie. Das Pflasterspektakel findet vom 21. bis 23. Juli 2011 statt (www.pflasterspektakel.at).

August: Notting Hill Carnival in London
Karneval im Sommer, und was für einer. Ein Straßenfestival ganz anderer Art bringt seit 1965 alljährlich Ende August Karibik-Feeling in die Straßen der britischen Metropole (2011 voraussichtlich am 28. und 29. August). Samba- und Calypso-Rhythmen sorgen dabei ebenso für gelöste Stimmung wie die 20 Meilen langen Karnevals-Umzüge durch die karibische Gemeinde im Westen Londons. Während die Tänzer mit farbenfrohen Kostümen die Besucher in ihren Bann ziehen, erfreut sich der Gaumen an karibischen Köstlichkeiten, die an jeder Ecke an Ständen angeboten werden (www.thenottinghillcarnival.com).

September: Straßenparty in Barcelona
Jedes Jahr in der Woche um den 24. September feiert Barcelona seine größte Straßenparty, La Mercè. Das Fest zu Ehren von Mare de Deu de la Mercè, des Schutzpatrons der Stadt, dauert fünf Tage und ist laut, lebendig und bunt - eine Art Karneval, mit Paraden, Straßenmusik und jeder Menge Events. Etwas Besonderes sind die Feuer-Aufführungen, Correfoc genannt. Nach Einbruch der Dunkelheit laufen "Teufel" mit Feuerwerkskörpern durch die Straßen, treiben feuerspeiende Drachen ihr Unwesen. Bei den Kindern besonders beliebt ist die "Parade der Riesen", bei der lebensgroße Könige und Adlige aus Pappmaché durch die Straßen getragen werden (www.bcn.cat/merce).

Oktober: Diwali-Lichterfest in Varanasi
Eines der bedeutendsten hinduistischen Feste wird in ganz Indien gefeiert, besonders intensiv in Varanasi, dem religiösen Zentrum Indiens. Das Fest dauert fünf Tage, die nach dem indischen Mondkalender berechnet werden und in unseren Oktober oder November fallen. 2011 beginnt das Fest am 26.10. Das ganze mutet an wie eine Mischung aus Weihnachten und Silvester: Häuser werden mit Lichterketten geschmückt, die Menschen beschenken sich mit Süßigkeiten und Kleidern, am Himmel explodieren Raketen. Abends strömen Zehntausende Pilger mit Öllampen zum Ganges hinunter lassen ihre Lampen auf dem schwarzen Fluss in einer leuchtenden Kette hinaustreiben (www.india-tourism.de und www.diwalifestival.org).

November: Tag der Toten in Oaxaca
Am Dia de los Muertos wird in Mexiko traditionell der Verstorbenen gedacht. Dies tun die Mexikaner mit farbenprächtigen Volksfesten auf den Friedhöfen, die je nach Region verschieden ablaufen. In Oaxaca wird gleich vier Mal gefeiert. Anders als in anderen Orten, wo die Feierlichkeiten zwischen dem 31. Oktober und 2. November stattfinden, veranstaltet die 3,5-Millionen-Einwohner-Stadt bis Ende des Monats jeden Montag auf einem der vier ältesten Friedhöfe der Stadt ein Totenfest mit Blasmusik und Jugendgruppen in kunstvollen Kostümen und Masken (www.visitmexico.com und http://oaxacalive.com/muertos.htm).

Dezember: Sahara-Festival in Douz
Was ursprünglich ein Treffen von Berbern war, die sich im Dromedar-Rennen beweisen wollten, ist inzwischen ein berühmtes Folklore-Festival geworden. Jedes Jahr in der letzten Dezemberwoche kommen Volksstämme aus ganz Nordafrika zum traditionellen Berberfest anlässlich der Dattelernte zusammen. Zum Programm des fünftägigen Festes gehören Märchenerzählungen, Poesiewettbewerbe und Berberhochzeiten, Kamelrennen, Windhundjagden und viel Folklore (www.festivaldouz.org.tn).

(26.01.11, SRT, RP)

REISE & PREISE sagt Ihnen, welche Rechte sie haben.

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REISERECHT Stau, Zugverspätung - Flieger weg

Da fliegt es davon - und man selbst sitzt auf seinem Koffer im Flughafen anstatt im Flugzeug. Es gibt viele Gründe, warum ein Passagier seinen Flug verpassen kann: verschlafen, Stau auf der Autobahn, S-Bahn verpasst, Zugverspätung. Nicht immer bleibt er allerdings auf seinem Schaden sitzen. REISE & PREISE sagt Ihnen, wann mit Schadensersatz zu rechnen ist.

Grundsätzlich, so Juristen, muss der Reisende bei seiner Anfahrt zum Flughafen »vorhersehbare und einzukalkulierende Risiken im täglichen Straßenverkehr« berücksichtigen. Die Regel gilt bei manchen Richtern sogar für eher nicht vorhersehbare Zwischenfälle. In einem Fall wurde ein Urlauber bei der Anfahrt zum Airport mit seinem Fahrzeug schuldlos in einen leichten Verkehrsunfall verwickelt. Doch das reichte aus, um die Maschine zu verpassen. Der Betroffene wollte vom Unfallgegner dafür Schadensersatz. Doch vor Gericht kam er damit nicht durch. Die Richter bemäkelten vor allem, der Betroffene sei »ohne jedes Zeitpolster erst so spät« losgefahren, dass er durch den Unfall in die Bredouille geriet. (AG Menden; Az.: 4 C 53/05).

Besser haben es Reisende, die ein pauschales Urlaubspaket mit Rail & Fly-Ticket der Deutschen Bahn gebucht haben. Hat der Zug auf der Fahrt zum Flughafen Verspätung und verpasst der Passagier deswegen seinen Flug, dann muss der Reiseveranstalter für den Schaden haften. Frankfurter Richter erklären: Bietet der Reiseveranstalter für die Anreise zum Flughafen Rail & Fly-Tickets an, so gehört dieser Transfer zum Reisevertrag zwischen Veranstalter und Urlauber. Erreicht der Kunde wegen einer Zugverspätung dann nicht rechtzeitig den Check-in-Schalter und bietet der Veranstalter ihm keinen »zeitnahen« Ersatzflug an, so liege ein »erheblicher Reisemangel« vor. Und dann, so

das Gesetz, können betroffene Urlauber nicht nur eine Minderung des Reisepreises fordern, sondern auch die Reise sofort kündigen, bzw. Schadensersatz oder Entschädigung für »nutzlos aufgewendete Urlaubszeit« verlangen. In diesem Fall galt das, obwohl die betroffenen Gäste sich selbst die Zugverbindung ausgesucht hatten (LG Frankfurt am Main, Az.: 2-24 S 109/09).

Auch wer den Flughafen schon erreicht hat, muss aufpassen. In der Wartelounge des Airports von Dubai schlief der Teilnehmer einer deutschen Reisegruppe ein, verpasste deshalb den Weiterflug in den Jemen und musste auf eigene Kosten mit einer späteren Maschine nachkommen. Vor Gericht hatte er noch versucht, die Verantwortung auf die Reiseleiterin abzuwälzen. Die hätte ihn wecken müssen, habe ihre »Betreuungspflicht« nicht erfüllt. Doch die Reiseleiterin hatte ihn geweckt. Der müde Passagier war direkt danach aber erneut eingeschlafen (AG München, Az.: 183 C 15864/07).

Immer wieder verpassen Passagiere ihren Flug, weil sie am Check-in zu lange warten müssen. Hier sind vor allem die Fluggesellschaften in der Pflicht, sie müssen für entstandene Schäden haften. Grundsätzlich gilt: Ein Reisender, der frühzeitig am Abfertigungsschalter erscheint, »darf darauf vertrauen, rechtzeitig abgefertigt zu werden und mitfliegen zu können« (AG München, Az.: 113 C 2852/00). Und: Solange die Abfertigung am Check-in-Schalter noch nicht abgeschlossen ist, darf eine Fluggesellschaft »die Annahme auch des verspätet am Abfertigungsschalter erschienenen Fluggastes nicht verweigern«, so Juristen. Mit anderen Worten: Wer zu spät am Flughafen erscheint, der sollte nicht gleich schwarz sehen, sondern erst mal zum Check-In-Schalter eilen. Werden dort noch andere Gäste abgefertigt, so muss auch er noch an die Reihe kommen. Ist der Schalter aber bereits geschlossen, dann hat der Passagier Pech gehabt (AG Bad Homburg, Az.: 2 C 2101/98-18). Wichtig auch: Bei langen Warteschlangen muss die Airline dafür sorgen, dass Passagiere mit nahender Abflugzeit aus der Check-in-Schlange herausgerufen und schnellstmöglich abgefertigt werden (AG Erding, Az.: 4 C 309/06).

Umgekehrt müssen Fluggäste bei Umsteigeverbindungen oder Anschlussflügen die für jeden Airport gültige »minimum connecting time« berücksichtigen. Mit Blick auf die internationale Ankunft und die Zollformalitäten hält Luftrechtler Roland Schmid zum Beispiel eine nur 50-minütige Umsteigezeit im indonesischen Flughafen Denpassar für "sehr knapp bemessen". Dort hatte ein aus Singapur kommender deutscher Passagier seinen Weiterflug auf die Ferieninsel Lombok verpasst.

(April 2010, Elias Elo)

Passagiere haben bei Verspätungen Anspruch auf Entschädigung, wenn die Airline keine Ersatzcrew stellen kann.

Passagiere haben bei Verspätungen Anspruch auf Entschädigung, wenn die Airline keine Ersatzcrew stellen kann.

Foto: R&P

Reiserecht Airline muss Ersatzcrew stellen

Eine Airline muss notfalls eine Ersatzcrew parat haben, um große Verspätungen zu vermeiden. Sorgt eine Airline nicht vor, haben Passagiere bei Verspätungen Anspruch auf eine Entschädigung. 
Der Streik macht vielen Reisenden einen Strich durch die Planung.

Der Streik macht vielen Reisenden einen Strich durch die Planung.

Foto: R&P Archiv

Reiserecht  Diese Rechte haben Fluggäste beim Streik

Am Flughafen in Frankfurt haben die rund 200 Vorfeldmitarbeiter erneut die Arbeit niedergelegt. Der Streik könnte bis Donnerstag andauern. Betroffene Passagiere sollten jetzt ihre Rechte kennen.