fbpx

Finanzkrise Die Reiselust der Deutschen ist ungetrübt

Krise hin oder her: Die Reiselust der Deutschen ist ungetrübt. Jeder vierte will sogar noch häufiger wegfahren als im vergangenen Jahr. Reizvoll ist aber nicht nur das Ausland.
Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) erwartet nach dem Rekordjahr 2011 in diesem Jahr weitere Zuwächse. Das geht aus der neuesten Reiseanalyse hervor, die ihr Autor Prof. Martin Lohmann am Freitag auf der Reisemesse CMT in Stuttgart vorstellte. 24 Prozent der Deutschen wollen 2012 mehr verreisen als im Vorjahr, nur 16 Prozent weniger.
Bereits vier von fünf Bundesbürgern haben sich demnach mit der Planung ihres Urlaubs beschäftigt. Auch die Euro-Krise halte sie nicht vom Reisen ab. Es sei erneut ein sehr gutes Reisejahr zu erwarten. Weiterhin bleiben laut der FUR-Analyse vor allem Reisen innerhalb Deutschlands beliebt. 30 Prozent der Bundesbürger planen einen Inlandsurlaub. Auf den weiteren Plätzen der beliebtesten Reiseziele folgen Spanien, Italien, die Türkei und Österreich.
Weltweit erwartet die Welttourismusorganisation UNWTO für 2012 eine Steigerung bei den internationalen Ankünften um 3,5 Prozent. Erstmals wären das trotz aller wirtschaftlichen Risiken deutlich mehr als eine Milliarde Reisen. Im zurückliegenden Jahr gab es laut FUR beim Tourismus in Deutschland ein Übernachtungsplus von 4 Prozent. Vor allem ausländische Touristen hätten zu diesem Wachstum beigetragen. Die FUR rechnet im Gesamtjahr 2011 innerhalb von Deutschland mit 70 Millionen Urlaubsreisen. Dabei sind Kurz- und Geschäftsreisen noch nicht berücksichtigt.

(17.01.12, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.