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Fluggastumfrage Auf eine Stewardess könnten viele Deutsche verzichten

Servicekräfte an Bord: Jeder dritte Deutsche (33 Prozent) ist bereit, beim Fliegen auf die Stewardess zu verzichten, wenn dadurch der Flugpreis sinken würde.

Noch eher könnten die Deutschen aber auf Tomatensaft (82 Prozent) und Spucktüten (55 Prozent) verzichten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TMS Emnid. Der Pilot sollte nach ihrem Willen hingegen fester Bestandteil des Flugzeugs bleiben: Nur drei Prozent würden auf ihn verzichten, obwohl sich bereits heute Flugzeuge allein über den Autopiloten steuern ließen.
Ähnlich verhält es sich mit der Abschaffung von Sitzplätzen. Nur jeder zehnte Deutsche (10 Prozent) kann den Plänen einiger Fluggesellschaften, Sitz- durch Stehplätze zu ersetzen, etwas abgewinnen. Ohne Toilette würden immerhin noch 13 Prozent fliegen, 14 Prozent ließen zudem ihr Reisegepäck zu Hause und 15 Prozent wären offen für ein flexibles Reiseziel, sofern die ungefähre Richtung stimmt. Für die Studie hat TMS Emnid 1003 Personen befragt.

(12.06.12, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.