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REISE und PREISE

Geld im Ausland Schon in Deutschland Geld tauschen?

Dollar, Pfund, Peso: Außerhalb des Euroraums braucht der Reisende eine andere Währung. Wann tauscht man am besten Geld um?

Außerhalb des Euroraums bezahlen Reisende in eine andere Währung. Die lässt sich meist schon vor dem Urlaub bei einer Bank in Deutschland beschaffen. Sicher ist sicher, denken sich viele.

Aber ist es überhaupt sinnvoll, schon zu Hause Geld umzutauschen? Nein, sagt Finanzexpertin Sylvia Schönke von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Zwar können Banken in Deutschland viele Währungen besorgen. »Aber die Gebühren dafür sind saftig«, sagt Schönke. Denn die Geldinstitute haben die jeweilige Fremdwährung oft nicht vorrätig. Wie viel eine Bank für das Umtauschen nimmt, ist der Verbraucherzentrale zufolge sehr unterschiedlich: »Der Wechselkurs ist aber in der Regel günstiger, wenn ich vor Ort mein Geld umtausche.«
 
Im Ausland selbst bieten wiederum seriöse Banken in der Regel bessere Kurse als kleinere Wechselstuben, erklärt Schönke. Am Flughafen sollte nach der Ankunft nur ein kleiner Betrag in Landeswährung getauscht werden, denn die Kurse sind dort schlechter. Grundsätzlich sei ein »Finanzierungsmix« sinnvoll: Urlauber haben am besten einen Teil ihres Budgets von Anfang an bar dabei, den anderen Teil heben sie mit der Kredit- oder EC-Karte am Automaten ab.

(28.04.2016, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.