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REISE und PREISE

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Ralf Hirschberger / dpa

Gesund auf Reisen Gelbfieber-Impfung alle 10 Jahre erneuern?

Bislang musste eine Impfung gegen Gelbfieber alle zehn Jahre erneuert werden, um wirkungsvoll zu bleiben. Diese Regel gilt laut der Weltgesundheitsorganisation künftig nicht mehr. Unklar bleibt, ob alle Länder die neue Bestimmung auch umsetzen.

Eine Gelbfieberimpfung muss nach den jüngsten Vorgaben der WHO nicht mehr alle zehn Jahre erneuert werden. Für die Einreise in Länder, in denen eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben ist, reiche künftig der Nachweis einer einmaligen Impfung, so das Centrum für Reisemedizin (CRM).

Allerdings sei offen, ob alle Länder die neue Regel bei der Einreisekontrolle unmittelbar umsetzen. Manche Staaten in Afrika, Mittel- und Südamerika sowie in Asien hätten die Kontrollen zuletzt eher noch verschärft. Das CRM rät, sich vor der Reise genau über die Handhabung bei der Grenzkontrolle zu informieren.

Das Gelbfieber-Virus ist in den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas und Südamerikas verbreitet und wird von tag- und nachtaktiven Mücken übertragen. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, heilt aber meist wieder aus. Es kann jedoch auch zu einer deutlichen Verschlechterung kommen, mit Gelbsucht und Blutungen sowie Organversagen, das dann zum Tode führt, erklärt das CRM.

(15.07.16, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.