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Grünes Land: Terrassenfelder in der Provinz Guizhou, China

Grünes Land: Terrassenfelder in der Provinz Guizhou, China (Foto: Flickr.com, SQFP)

China-Reisen Guizhou - Chinas ursprünglicher Südwesten

Reisen nach Guizhou zeigen Chinas noch ganz ursprünglichen Südwesten. »Keine drei Fuß flachen Landes, keine drei Tage ohne Regen, keine Familie mit drei Silbermünzen « – nichts beschreibt die chinesische Provinz Guizhou besser als dieses Sprichwort der Dong. Ein Reisebericht über Guizhou.

Ein dumpfer Knall erschüttert das stille Bergdorf. Vögel flattern aufgeregt kreischend in die Luft. Die Hunde vor den auf Stelzen gebauten Holzhäusern verstecken sich ängstlich hinter Palmen und Pinien. Nur die Frauen auf den Terrassenfeldern neben den Häusern gehen unbeeindruckt ihrer Arbeit nach und verteilen das geerntete Reiskorn auf bunten Planen oder breiten handgewebte indigogefärbte Stoffe in langen Bahnen zum Trocknen auf dem Boden aus. Die drei Männer, die an diesem Frühlingstag auf dem kleinen Dorfplatz in einer dichten Qualmwolke stehen, adrett gekleidet in ihrer Tracht aus indigofarbener Jacke und Hose, ein weißes Tuch um den kahlen Kopf mit schwarzem Haarknoten gebunden, lachen. Seelenruhig hängen sie sich ihre Gewehre über die Schultern, direkt neben Messer und Jagdbeute. »Ein guter Schuss«, kommt es simultan aus ihren Mündern, dann verschwinden sie zwischen den Häusern.

Die Miao-Männer haben soeben ihre Frauen nach traditioneller Art über ihre Rückkehr von der heutigen Jagd informiert. In dem 1.000 Einwohner zählenden Dorf Basha, am südöstlichen Rand der chinesischen Provinz Guizhou, feuern die Männer fast täglich ihre Gewehre ab. Die Provinz, halb so groß wie Deutschland, ist eine der ursprünglichsten ganz Chinas. Ihre Lage auf dem zerklüfteten Yunnan-Guizhou-Plateau sorgte bereits in früheren Jahrhunderten für eine Isolation vom Rest der Welt. Heute liefert Guizhou zwar einen Großteil der medizinischen Heilkräuter und trägt neuerdings auch zur Goldreserve bei, dennoch gilt die Provinz noch immer als eine der ärmsten der Volksrepublik. Von ihrem altertümlichen Charme hat sie viel erhalten. Dafür sorgt schon die multikulturelle Bevölkerung.

Mit rund einem Drittel ethnischer Gruppen aus über 15 Stämmen – darunter die Miao und Dong im Südosten sowie die Hui und Yi im Westen – ist Guizhou touristisch noch wenig erschlossen. Zu entdecken sind auf Reisen nach Guizhou Bauerndörfer und uralte Städte, grüne Berglandschaften, bunte Landmärkte und farbenfrohe Feste. Von den 38 Millionen Einwohnern leben vier Fünftel auf dem Land, der Großteil noch traditionell, so wie in dem Bergdorf Basha am Fuße des Mond-Berges, dem einzigen Ort der Volksrepublik, an dem das Tragen von Waffen offiziell gestattet ist. Hier vergöttern die Schwarzen Miao die Bäume– die Seelen ihrer Vorfahren, wie sie glauben. Und so schenken sie zur Erwachsenenzeremonie der 15-jährigen Jungen, zu Hochzeit und Geburt je einen Baum und fällen diese, wenn der Beschenkte stirbt. Bashas Name in der Stammessprache ist daher auch »Ort mit üppigem Wald«.


Guizhou - Wälder, Wasserfälle und Karstlandschaften

Grüne Hügel und subtropische Wälder in Guizhou, China

Grüne Hügel und subtropische Wälder in Guizhou, China (Foto: Flickr.com, Yuen Yan)

Weitläufige subtropische Waldgebiete sind charakteristisch für die gesamte Provinz, das entdeckt man rasche bei Reisen nach Guizhou. Mit Weideland und Kalkstein formen sie eine beeindruckende Landschaft aus leuchtend grünen Tälern und dunkelgrünen Bergen, gespickt mit endlosen Terrassenfeldern. Das feuchte Klima hat hier, wo Chinas größte Flüsse, der Yangtse und der Perlfluss, ihre Oberläufe haben, im Laufe von Jahrhunderten imposante Karstlandschaften geformt.

Die Nachbarprovinz Guangxi ist bei Reisen nach China für solche Landschaften im Ausland berühmt, Guizhou jedoch kennt kaum jemand. Auf den Karstfelsen am Ufer des Wuyang He, dem größten Nebenfluss des Yangtse, thront Conque Kaiping, ein Rad schlagender Pfau und das wohl bekannteste Wahrzeichen der Wu yang River Scenic Area im Nordosten.

Zahlreiche Wasserfälle ergießen sich in den Fluss, so als würden die Felsen das Wasser direkt ausspucken und als kleine Brüder den Huangguoshu-Wasserfällen, den größten Chinas, im Südwesten der Provinz Konkurrenz machen. Über 95 Kilometer bahnt sich der Wuyang He seinen Weg durch die Miaoling-Berge, vorbei an Feldern mit Tungbäumen, Wassermelonen und Kastanien sowie altertümlichen Ortschaften.

Zhenyuan - Antikes Städtchen unter Denkmalschutz

Traditionelle Holzhäuser in der Provinz Guizhou, China

Traditionelle Holzhäuser in der Provinz Guizhou, China (Foto: Flickr.com, www.sqfp.info)

Das antike Städtchen Zhenyuan im autonomen Bezirk Qiandongnan, einem von drei Autonomiegebieten der Miao und Dong, hat den Fluss zu seinem Mittelpunkt gemacht. Mit seinem grünblauen Wasser, das farblich eher in die Karibik passt, schlängelt sich der Wuyang He mitten durch die über 2.000 Jahre alte Stadt. Ein Farbkontrast zu den langen Reihen schmaler grauer Steinhäuser, die sich an seinem Ufer drängen. Hunderte roter Lampions verzieren deren Fronten und präsentieren nachts ein leuchtendes Farbenspiel wie aus einem chinesischen Film. Dahinter ragen die baumbewachsenen Berge wie Kamelhöcker in den Himmel.

Auf den Stufen der imposanten Pagode, die die massive Steinbrücke über den Fluss ziert und damit die beiden Teile der Altstadt zusammenzuhalten scheint, sitzt eine Gruppe Männer in Mao-Anzügen und diskutiert die Geschichte der Stadt. »Als Zhenyuan vor rund 400 Jahren wichtiges Handelszentrum war und nur der Wuyang He den Westen mit Zentralchina verband, siedelten sich hier viele reiche Kaufleute an«, weiß Feng Wu. Der 70-jährige lebt seit Kindeszeiten in dem Städtchen, in dem es auch heute noch wie im alten China aussieht.

Die Kaufmannshäuser um die Kopfsteinpflaster-Gassen der nur drei Quadratkilometer kleinen Altstadt schmücken bauchige Tonkrüge mit Maotai-Schnaps – der weltweit bekannte Alkohol wird in Guizhou gebrannt. Etwas Besonderes sind die Qinglong-Höhlen im steilen Zhonghe-Berg auf der Ostseite des Städtchens. China hat den Tempelkomplex, der das größte antike Architektur-Überbleibsel in Guizhou ist und auf ungewöhnliche Weise Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus vereint, sowie die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz gestellt. Eine weise Entscheidung, wurden doch in vielen Landesteilen bereits zahlreiche traditionelle Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Bei den Miao - Büffelkampf und schrille Flötentöne

Die Flöten der Miao in Guizhou, China

Die Flöten der Miao in Guizhou, China (Foto: Wikimedia Commons, Michael Mooney)

Weiter führt die Reise durch das Land der Minderheiten. Hunderte Menschen hocken in indigofarbenen Jacken und bunt bestickten Turbanen an den Hängen der steilen Schlucht. Gebannt blicken sie auf das Spektakel 50 Meter zu ihren Füßen: den Kampf der Wasserbüffel. Auf dem staubigen Sandboden haben zwei monströse Tiere ihre Hörner bedrohlich ineinander verkeilt. Mit vollem Körpereinsatz versuchen sie, sich gegenseitig von der Stelle zu schieben. Sie schnauben und scharren. Nur ein paar Minuten dauert es, dann hat es einer geschafft. Die Zuschauerschar jubelt, sein stolzer Besitzer ist in diesem Wettkampf eine Runde weiter.

In Bai Bei, einem kleinen Dorf in den Bergen zwischen Rongjiang und Sandu, feiern die Miao ihr Neujahrsfest. Mehrere Hundert Bergbewohner der umliegenden Ortschaften sind in den beiden Schluchten des Dorfes zusammen gekommen. Die Frauen tanzen ihre traditionellen Tänze zur schrillen Musik der Lusheng-Flöten. In langsamen Schritten bewegen sie sich im Kreis, reiben ihre Bäuche als Zeichen der Fruchtbarkeit. Die kostbaren Trachten und den schweren Silberschmuck tragen die Miao nur drei Tage im Jahr, so lange dauert das Fest, eins von vielen der bunten Provinz Guizhou.

Guizhou - Minoritätendörfer als neue Touristenattraktion

Kaili in der Provinz Guizhou, Cina

Kaili in der Provinz Guizhou, Cina (Foto: Wikimedia Commons, Zhangmoon618)

Die Regierung in Guiyang erkennt langsam die Bedeutung traditioneller Bauten und ethnischer Gruppen für ihren Tourismus. Guizhous drei Millionen Einwohner zählende Hauptstadt, wo sich zwischen modernen Wolkenkratzern und schnörkeligen Tempeln in Hunderten von Teichen Tausende Goldfische laben und sich ebenso viele alte Leute in den Parks die Zeit mit Kartenspiel vertreiben, ist eine ganz andere Welt.

Vor einigen Jahren noch wurden die Minderheiten grausam unterdrückt und gezwungen, ihre fruchtbaren Siedlungsgebiete zu verlassen. Nunmehr werden 20 ausgewählte Minderheiten-Dörfer in Schutzprojekten unterstützt. Das Palisadendorf Langde, 25 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Kaili, einem beliebten Ausgangspunkt für Reisen zu den Dörfern der Ethnien, ist eines davon. Mit seinen hübschen Holzhäusern und Wegen aus geklebtem Kieselstein ist das Miao-Dorf erste Anlaufstelle für Reisen zu den Minoritätengruppen. Über 600.000 Besucher, darunter Staatspräsident Hu Jintao, bestaunten hier in den letzten Jahren die Tänze der Miao-Frauen in ihren langen Faltenröcken. Ursprünglich nur zu Festen dargeboten, ist der Tanz inzwischen eine Touristenattraktion, für die das Dorf staatliche Unterstützung erhält. Neben dem Anschluss an das Straßennetz, das derzeit in der gesamten Provinz ausgebaut wird, gibt es finanzielle Mittel. Sie ermöglichen zugleich das ursprüngliche Leben abseits der Touristenströme auf Reisen nach Guizhou zu erleben: Frauen schultern mit Reisgarben gefüllte Körbe an langen Bambusstangen, Männer hängen Hunderte von Maiskolben zum Lagern an die Hauswände.

Qingyan - Tempel, Schreine und christliche Kirchen

Neujahrsfest der Dong in Guizhou, China

Neujahrsfest der Dong in Guizhou, China (Foto: Wikimedia Commons, Yves Picq)

Auch Qingyan ist eines der geschützten Dörfer. Die über 600 Jahre alte Gemeinde und ehemalige Post-Station 30 Kilometer südwestlich der Hauptstadt wirkt wie eine Trutzburg inmitten der weitläufigen Reisfelder. Innerhalb der imposanten Stadtmauer aus weißem Stein reihen sich ebenso weiße Steinhäuser um die verwinkelten Gassen, die Dächer mit dunklen Ziegeln bedeckt. »Wir haben hier 29 alte Tempel, Schreine und Pavillons, das Haus der Familie unseres früheren Ministerpräsidenten Zhou Enlai, eine katholische und eine evangelische Kirche«, erzählt Frau Huang stolz, während sie in ihrem Wohnhof eine Tüte selbstgemachter Rosenbonbons abwiegt. Qingyans süße Spezialität wird in den Geschäften entlang der fünf Meter breiten Hauptgasse angeboten, daneben zahlreiche Lebensmittel und Handarbeiten der Volksstämme: Kuding-Tee, getrocknetes Fleisch, Batiken der Miao, Stickereien der Shui.

Abseits des Trubels, auf dem Balkon des hölzernen Ci-Yun-Tempels, wagen einige Männer in roten Kimonos einen der seltenen Maskentänze. Im Takt des Trommelschlags schwingen sie ihre Schwerter, schwarze Kutten und bärtige Masken mit roten Gesichtern verhüllen sie. Ab und zu gibt einer der Tänzer einen bedrohlichen Laut von sich. Stille für drei Sekunden. Dann geht der Trommelschlag weiter. Im Innenhof des Long-Quan-Tempels, Qingyans größtem Heiligtum, hängen die Chinesen Glücksbänder an die Bäume. Die Schriftzeichen auf den roten und gelben Stoff-Fetzen drücken die Wünsche der Tempelbesucher aus: Geld und Reichtum. Denn in Guizhou leben mehrere Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Der Großteil sind Angehörige ethnischer Minderheiten. Auf dem städtischen Arbeitsmarkt haben sie kaum eine Chance neben den Han- Chinesen und den Zuwanderern aus Sichuan.

Um Unruhen zu vermeiden, beugt die chinesische Regierung mit Eigenverwaltungsrechten in den autonomen Gebieten vor. Bislang ein erfolgreiches Mittel. Die Völker arrangieren sich in ihren Dörfern. So wie in Tang’an. Giuzhous primitivstes Dong-Dorf am Berg Longbao im Grenzgebiet zu Guangxi ist mit Unterstützung Norwegens zum ersten ökologischen Museum der Dong geworden. Nur 800 Menschen leben hier. Zwischen den ohne einen einzigen Nagel gebauten Stelzenhäuschen strahlt der 9-stöckige Trommelturm mit seinen Drachenverzierungen und massiven Säulen hervor. Auf dem Dorfplatz breiten Frauen mit aufgetürmtem schwarzem Haar in blauen Trachtenjacken Reis und knallrote Paprikaschoten zum Trocknen aus, Kinder dirigieren Holzringe mit Stöcken umher. Ein paar Schritte weiter führen steile Steintreppen hinunter zur Wind- und Regenbrücke, einem beliebten Treffpunkt für Verliebte, mit atemberaubendem Ausblick auf die endlosen Reisterrassen. Ein idyllischer Ort. Am Dorfbrunnen wäscht ein Mann Kohl und seine Jagdbeute: Hund. Das Gerücht, in China werde auch heute noch Hund gegessen, ist eben nicht nur ein Gerücht…

Unterkunft - Die besten Hotels und Guesthouses

Guiyang, die Provinzhauptstadt von Quizhou in China

Guiyang, die Provinzhauptstadt von Quizhou in China (Foto: Wikimedia Commons, Mrspacemann, PD)

Das Angebot an Hotels ist überschaubar. Abseits der Hauptstadt findet man bestenfalls Mittelklassehotels, in den Dörfern gibt es einfache Guesthouses, manchmal auch Zimmer bei den Einheimischen.

Informationen über Reisen nach China

Miao-Dorf in Guizhou, China

Miao-Dorf in Guizhou, China (Foto: Flickr.com, Michael Mooney)

EINREISE
Das Touristen-Visum für 30 Tage Aufenthalt kostet € 30. Der Antrag kann von den Botschafts- Websites heruntergeladen werden. Die Papiere müssen persönlich eingereicht werden. Notwendig ist ein noch 6 Monate gültiger Reisepass.

GELD
Währung ist der Yuan Renminbi (RMB). € 1 = RMB 9 (Stand 9/2013). Reiseschecks bieten einen besseren Wechselkurs als Bargeld und können problemlos bei der Bank of China eingetauscht werden. Bargeld in kleineren Scheinen bevorzugen, mancherorts ist das Wechselgeld knapp. Kreditkarten sind nicht üblich, werden jedoch in besseren Hotels meist akzeptiert.

GESUNDHEIT
Empfehlenswert ist Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis.

KLIMA UND BESTE REISEZEIT FÜR REISEN
In Guizhou gibt es weder extrem kalte Winter noch sehr heiße Sommer, aber viel Regen. Die Provinz gehört zur subtropischen Monsunklima-Region. Ideale Reisemonate mit angenehmen Tagestemperaturen von 20–25 °C sind April bis Juni. In unserer Klima- und Reisewetter-Datenbank finden Sie die optimale Reisezeit für Reisen nach China.

TRANSPORTMITTEL
Bus:Guizhou lässt sich gut mit dem Bus entdecken. Der Bau vieler neuer Straßen hat die Reisedauer innerhalb der Provinz erheblich verkürzt. Allerdings hält der Straßenbau noch an, sodass insbesondere direkte Reisen zu den Dörfern nicht immer möglich sind oder einiges an Geduld verlangen. Vom Hebin-Busdepot in Guiyang verkehren Busse nach Kaili im 40-Minuten-Takt, Qingyan erreicht man mit einem Zwischenstopp in Huaxi. Tickets gibt es am Bahnhof.
Bahn: Guiyang ist ein Eisenbahnknotenpunkt für Südwestchina. Innerhalb der Provinz führt die Bahnlinie durch alle größeren Städte. Sie verbindet den Westen mit dem Osten, eine Linie führt gen Norden. Tickets gibt es am Bahnhof, frühestens 6 Tage vorab.
Taxi: Taxis haben Taxameter, man hält sie einfach an der Straße an.
Fahrräder: Fahrräder sind in Guizhou nicht sonderlich beliebt. Sie können aber in Parks gemietet werden.
Inlandflug: Der kleine, moderne Flughafen in Guiyang verbindet die Provinz mit dem Rest der Volksrepublik. Flüge gehen u.a. nach Hongkong, Peking und Guangzhou.
Mietwagen: Mietwagen sind in Guizhou in China für Ausländer nur mit Fahrer erlaubt.

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ESSEN
Grundnahrungsmittel der Küche Guizhous ist Reis. Ob gekocht, frittiert, geröstet oder zu Nudeln und Dessert verarbeitet, gehört er zu jedem Gericht. In den Restaurants gibt’s dazu Tangcu Paigu, süßsaure Rippchen, Fisch mit Fruchtgeschmack, süße Würstchen oder Biandou Rousi, geschnetzeltes Schweinefleisch mit grünen Bohnen. Alle Gerichte werden üblicherweise aus frischen Zutaten zubereitet – wahlweise sehr scharf mit viel Chili bis wenig scharf. Sehr beliebt ist auch der Feuertopf Huoguo. Bei dem Fondueähnlichen Gericht stellt man sich seine Zutaten selbst zusammen, z. B. Gemüsebrühe, Rinderfilet, Morcheln. Spezialitäten haben auch die Minderheiten. In den Bergregionen der Dong wird klebriger Reis mit Paprika und eingelegtem Gemüse serviert. Fleisch gibt es nur zu besonderen Anlässen: Schwein zur Geburt, Ziege zur Beerdigung, Hund zur Hochzeit. Damit sich das Fleisch über mehrere Jahre hält, legen die Dong es ein.

KOMMUNIKATION
Hoch-Chinesisch und verschiedene Dialekte. In den Städten und touristischen Gegenden findet sich immer jemand, der Englisch versteht. Handys funktionieren in vielen Gebieten. Empfehlenswert ist die Prepaid-Karte von China Mobile für Telefonate nach Deutschland Die Vorwahl für China ist 0086.

GEOGRAFIE
Guizhou liegt auf dem östlichen Teil des Yunnan-Guizhou- Plateaus, im Südwesten Chinas. Die Provinz besteht aus hohen Bergen und mehr als 300 großen Talbecken.

AUSKÜNFTE
Fremdenverkehrsamt der Volksrepublik China, Ilkenhansstr. 6, 60433 Frankfurt Tel. 069-520135, www.china-tourism.de

WEITERE INFORMATIONEN
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(Martina Katz, 2/2011)