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Hotels Die teuersten Hotelländer der Welt

In Brasilien kommen auf Hotelgäste derzeit weltweit die höchsten Preise zu.

In dem südamerikanischen Land lag der Durchschnittspreis 2010 bei 145 Euro pro Nacht und Zimmer – und damit 17 Prozent über dem Niveau von 2009. Auch die Schweiz (140 Euro), Israel (138), Singapur (129), Russland (133) und die Vereinigten Arabischen Emirate (141) gehören zu den Ländern mit vergleichsweise hohen Raten, ebenso wie Norwegen (121), Kroatien (116), die USA (116) und Großbritannien (115).

Über der Grenze von 100 Euro lagen 2010 zudem Dänemark (113), Südafrika (112), Schweden (109), Kanada (106), Japan (105), Italien (105), die Niederlande (105), Südkorea (104) und Australien (103). Deutschland kam bei dieser Statistik – vorgelegt vom weltweit meist besuchten Hotelbuchungsportals Hotels.com auf der Basis der von Kunden tatsächlich bezahlten Zimmerpreise – auf 90 Euro.

Den insgesamt größten Preissprung mussten Reisende in Singapur hinnehmen, wo die Zimmerraten binnen Jahresfrist um 23 Prozent anzogen. Auch in Australien, China und Malaysia – dort drehten die Hoteliers jeweils 19 Prozent an der Preisschraube – oder in Südafrika (plus 18 Prozent) schossen die Übernachtungspreise vergleichsweise stark in die Höhe.

(27.3.11, tdt)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.