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REISE und PREISE

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Maren Martell

Island-Reise Angel- und Reitausrüstung vorher reinigen

Urlauber müssen mitunter kurios anmutende Einreisebestimmungen beachten - zum Beispiel Angler und Reiter, die nach Island reisen möchten. Die Einfuhr von gebrauchter Angel- und Reitausrüstung ist dort nämlich verboten, sofern diese nicht gründlich desinfiziert wurde.

Mit den strikten Bestimmungen will sich die Insel vor Infektionskrankheiten schützen, erklärt Jelena Ohm, Projektmanagerin bei Promote Iceland für Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei.

Für die Reinigung gibt es sogar ziemlich genaue Vorgaben: Mindestens 48 Stunden vor der Einreise muss ein Tierarzt oder die Gesundheitsbehörde die Angel nachweislich desinfizieren. Empfohlen wird dabei unter anderem die zehnminütige Behandlung mit Virkon, Caustic Soda oder Phenol, schreibt die Tourismuszentrale Visit Iceland auf ihrer Webseite. Die Prozedur muss mit Briefkopf, Unterschrift und Stempel beglaubigt werden. Gebrauchte Reitkleidung und Stiefel sollten in der Waschmaschine gewaschen oder durch Trockenreinigung gesäubert werden, erläutert Ohm.
 
Wer bei der Einreise kein Reinigungszertifikat vorlegen kann, muss die Ausrüstung vor Ort reinigen lassen und die Kosten übernehmen. Die strenge Regelung habe sich für Island bewährt: »Infektiöse Krankheitserreger sind deshalb noch nie in Süßwasserfischen in Island nachgewiesen worden«, berichtet Ohm. Islandpferde seien nicht geimpft und daher anfällig für Erreger aus dem Ausland.

(07.09.2016, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.