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REISE und PREISE

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Boris Roessler / dpa

Neue Leitlinien Fluggastrechteverordnung wurde überarbeitet

Auch wer einen Flug lange vor einer Reise bucht, muss sein Ticket sofort bezahlen. Manchen Kunden mag das unfair vorkommen. Es ist aber richtig. Damit Passagiere grundsätzlich ihre Rechte besser durchsetzen können, hat die EU-Kommission neue Leitlinien erstellt.

Die EU-Kommission hat neue Leitlinien für die Fluggastrechteverordnung erstellt. Damit sollen Passagiere ihre Rechte besser durchsetzen können. Das teilte die Kommission mit.

In der EU-Fluggastrechteverordnung steht, unter welchen Bedingungen Passagiere bei Annullierungen und großen Verspätungen eine Entschädigung von der Airline bekommen. Doch die Verordnung ist längst nicht immer eindeutig. Viele Streitfälle landen vor Gericht.

In den Leitlinien wird jetzt präzisiert, wann genau Airlines ihre Passagiere bei Flugausfällen und Verspätungen entschädigen müssen - und wann nicht. Bei sogenannten außergewöhnlichen Umständen ist dies nämlich nicht der Fall. Wann so ein Umstand vorliegt, darüber wird vor Gericht aber häufig gestritten. Die Leitlinien können nun als Grundlage für künftige Streitfälle herangezogen werden.

(14.06.16, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.