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TUI Erhöhung der Reisepreise

Berlin, 8.11.10 (tdt) – Auch Deutschlands größter Reiseveranstalter reiht sich ein in die Schar der Kritiker der Ticketsteuer. Die neue Luftverkehrsabgabe sei ein »ziemlicher Unfug«, sagt TUI Deutschland-Chef Volker Böttcher. Weil bei dem »ordnungspolitischen Fehler« Frachtflüge ausgenommen sind, wäre »eine Kerosinsteuer gerechter gewesen.«

Noch schlägt der – bereits seit 8. September 2010 für alle Flüge ab 2011 gültige - Aufpreis kaum auf die Nachfrage durch. Im aufkommensstarken Bereich der Mittelstrecke etwa sei »nichts zu merken«. Doch bei den derzeit besonders gefragten Fernreisen – der Buchungspegel liegt im Winter 2010/11 rund 30 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr – leide »neuerdings die Dynamik.«

Ohne die Ticketsteuer wären bei TUI die Reisepreise im Sommer 2011 »nahezu stabil geblieben«. So aber steigen sie in der kommenden Sommersaison auf der Mittelstrecke im Vergleich zu 2010 und 2,5 Prozent und auf bei Fernreisen sogar um drei Prozent. 

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.