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Urlaubsmitbringsel Finger weg von Korallenketten und Co.

Eine schöne Muschel als Urlaubssouvenir: Darauf sollten Touristen besser verzichten. Möglicherweise verstößt man damit gegen den Artenschutz. Und das ist kein Kavaliersdelikt.

Auch wenn Korallenketten oder Riesenmuscheln am Urlaubsziel scheinbar legal zu haben sind, lassen Touristen besser die Finger davon. Denn Souvenirs aus tierischem Material, also zum Beispiel auch Taschen aus Schlangen- oder Krokodilleder, verstoßen gegen den Artenschutz. Und das ist kein Kavaliersdelikt, warnt die Organisation Aktion Tier. Im Zweifelsfall machen sich Urlauber dadurch strafbar. Nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen dürfen etwa 30 000 Tier- und Pflanzenarten nicht gehandelt werden. Entdeckt der Zoll illegale Souvenirs, drohen bis zu fünf Jahre Haft oder Geldbußen von bis zu 50 000 Euro.
Reisende sollten sich daher beim Zollamt oder dem Bundesamt für Naturschutz nach geschützten Arten in ihrem Urlaubsland erkundigen. Wer unbedingt etwas mitbringen möchte, sollte auf Alternativen wie Töpfer- und Korbwaren oder Schmuck aus Glasperlen zurückgreifen.

(21.08.12, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.