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REISE und PREISE

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Ralf Hirschberger / dpa

Währungs-Umtausch Gute Wechselkurse in UK, Südafrika und Türkei

Die ersten Folgen des Brexits sind spürbar: Die britische Währung, das Pfund, hat seit dem Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union deutlich an Wert gegenüber dem Euro verloren.

Die Nebenkosten auf Reisen nach Großbritannien, Mexiko, Südafrika und in die Türkei sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Der Grund sind günstige Wechselkursentwicklungen, teilt der Währungsdienstleister Ebury aus London mit.

Durch den Brexit zum Beispiel hat das britische Pfund im Verhältnis zum Euro deutlich nachgegeben: Vor einem Jahr (1. August 2015) bekamen Urlauber für einen Euro noch 0,7 Pfund, aktuell sind es etwa 0,85 Pfund - ein Kaufkraftzuwachs von mehr als 20 Prozent. Reisende können sich dadurch vor Ort mehr leisten. Sie sparen zum Beispiel in Restaurants und bei Eintrittsgeldern und Verkehrsmitteln.

In Mexiko bekommen Urlauber derzeit rund 21 Pesos für jeden Euro, vor einem Jahr waren es knapp 17,7 - ein Zuwachs von 19 Prozent. Auch der südafrikanische Rand hat im Verhältnis zum Euro abgewertet, ebenso wie die türkische Lira. Auch in diesen Ländern bekommen Urlauber also für jeden getauschten Euro mehr Geld in der Landeswährung als früher.

Etwas weniger Kaufkraft als vor einem Jahr haben Euro-Urlauber dagegen momentan in Australien, Neuseeland und Kroatien.

(15.08.16, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.