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Winterurlaub Viele Deutsche gegenKunstschnee in Skigebieten

Traditionalisten in der Überzahl: Mehr als die Hälfte der Deutschen lehnt den Einsatz von Kunstschnee in Skigebieten ab. Drei Viertel aller Befragten stufen Umweltschutz als wichtiger ein als die Interessen der lokalen Tourismusbranche.

Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von »Zeit Online« sprachen sich 56 Prozent der Befragten gegen eine künstliche Beschneiung zum Beispiel mit Schneekanonen aus. 29 Prozent befürworteten den Einsatz von Kunstschnee. 78 Prozent erklärten, die lokale Tourismusindustrie sollte keinen Vorrang vor den Interessen von Umwelt- und Naturschützern haben. Nur 10 Prozent sahen das anders.
Der Skitourismus in den Alpen steht aufgrund der Erwärmung des Klimas vor großen Herausforderungen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) zum Beispiel geht davon aus, dass auch Kunstschnee nicht ausreichen wird, um die bayerischen Skigebiete langfristig schneesicher zu machen.

(22.01.15, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.