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Baldrian Für Schlaf auf Langstreckenflügen ungeeignet

Kurzfristig eingenommenes Baldrian hilft kaum beim Schlafen auf Langstreckenflügen.

Das pflanzliche Mittel wirke erst nach zwei Wochen regelmäßiger Einnahme, erklärte der Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley.

Auch von Melatonin-Präparaten als Einschlafhilfe in der Luft riet der Experte vom Schlafmedizinischen Zentrum des Universitätsklinikums Regensburg ab. Besonders gelte dies für Nahrungsergänzungsmittel aus dem Ausland: »Da weiß man nie, was drin ist.« Das in Deutschland angebotene Melatonin dagegen sei zu schwach.

»Besser ist auf jeden Fall, es ohne Schlafmittel zu versuchen«, sagte Zulley. Der Schlafforscher empfahl, Kopfhörer aufzusetzen und leise Musik zu hören. Auch Ohrenstöpsel können störende Geräusche dämmen. Außerdem riet er, eine Schlafmaske über die Augen zu legen, es sich so bequem wie möglich zu machen und nur kleine Snacks zu essen. Wer nicht tief einschlafen kann, muss sich keine Sorgen machen: Auch leichtes Schlummern sei erholsam, erklärte Zulley.

(06.02.11, dpa/tmn)

REISERECHT Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

Nürnberg, 10.5.10 (tdt) – Mietet ein Urlauber eine Ferienwohnung und leistet die vereinbarte Anzahlung, ist das Geld verloren, wenn er vom Mietvertrag vorzeitig zurücktritt. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Meldorf (Aktenzeichen 81 C 204/10). Ein Mieter hatte eine Ferienwohnung für sieben Tage im Herbst 2010 zum Mietpreis von insgesamt 580 Euro gebucht, sie im November 2009 aber storniert und die Anzahlung in Höhe von 150 Euro zurück verlangt.

Auch wenn der Vermieter noch genügend Zeit gehabt hat, Ersatz finden, sei er wegen der kurzen Mitfrist dazu nicht verpflichtet, so das Gericht in Schleswig-Holstein. Das käme rechtlich nur in Betracht, wenn das Interesse des Mieters an der Auflösung eines längerfristigen Mietvertrags dasjenige des Vermieters »ganz erheblich übersteigt«. Doch davon könne bei einer so geringen Mietdauer keine Rede sein.
REISERECHT: Bei Ferienwohnungen-Storno ist die Anzahlung weg

REISERECHT Mehr Flexibilität bei Reisen

Karlsruhe, 3.5.10 (tdt) – Deutschlands oberstes Gericht hat zwei für die Reisebranche wichtige Urteile gefällt. Zum einen verbot der Bundesgerichtshof (BGH) Airlines, Kunden vorzuschreiben, ob und in welcher Reihenfolge sie ihre gebuchten Flüge nutzen. Das Urteil (Aktenzeichen Xa ZR 5/09) ermöglicht den Fluggesellschaften – geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die von Lufthansa und British Airways angewandte Praxis – aber, einen Aufpreis zu nehmen, wenn die Flugscheine anders als vorgesehen in Anspruch genommen werden.

In dem zweiten Urteil (I 23/08) – ihm ging eine Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen TUI voran – erklärte der BGH tagesaktuelle Preissysteme in Reisekatalogen für zulässig. Somit können sich Anbieter von Reisen künftig in ihren Katalogen für die Zeit bis zur Buchung Flughafenzuschläge oder auch Abschläge vorbehalten.
 

Reiserecht Partner kann Ansprüche mit geltend machen

Bei Ehepaaren kann ein Partner für den anderen Ansprüche an den Veranstalter geltend machen.