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Der Vulkanausbruch in Island hat auch Auswirkungen auf die Flugpreise.

Der Vulkanausbruch in Island hat auch Auswirkungen auf die Flugpreise.

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NACH DEM FLUGVERBOT

Steigen jetzt die Preise?

Es wird wieder geflogen. Alles redet von Normalbetrieb. Doch bis die Wartelisten abgearbeitet sind, wird noch einige Zeit vergehen. Die Verluste der Airlines sind hoch. Steigen jetzt die Flugpreise?
 
Der Luftraum über Europa ist wieder offen. Die Gefahr scheint vorerst gebannt, die Aschewolke ist in Auflösung begriffen. Doch bis die Airlines wieder zum Tagesgeschäft übergehen können, werden noch einige Tage ins Land gehen. Denn die Wartelisten sind lang. Es mangelt an freien Plätzen, weil die regulär gebuchten Kunden einen Großteil der Plätze belegen. Das gilt insbesondere für die Fernstrecke. So können viele der in Asien und anderswo gestrandeten Passagiere erst Anfang Mai, z. T. auch noch später nach Hause. An großen Drehkreuzen wie Bangkok und Delhi hat sich die Lage noch lange nicht normalisiert. Längst sind die Folgen des Flugverbots nicht ausgestanden: Nun attackiert Deutschlands größter Automobilverein die Airline-Branche. »Die Fluggesellschaften weigern sich, ihrer Rückholungspflicht in angemessener Form nachzukommen und bieten, wenn überhaupt, nur Heimflüge zu weit überteuerten Preisen an«, so der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC). Das könne »nicht hingenommen werden.« Die Fluggastrechteverordnung verpflichte Airlines, für den Rücktransport zu sorgen. Da aber nicht geregelt sei, wann das zu erfolgen hat, werde dieser Umstand von den Fluggesellschaften ausgenutzt: »Ein solches Vorgehen verstößt gegen elementare Verbraucherschutzgrundsätze«. Wie hoch die Zahl von Individualreisenden und die ausländischer Flugreisender ist, die bisher nicht rückbefördert werden konnten, darüber gibt es keine Angaben.

Dazu kommen enorme Kosten. Nach Angaben der I.A..T.A. ist den Airlines schon jetzt ein finanzieller Schaden von 1,3 Milliarden Euro entstanden. Allein die Betreuung der Passagiere auf den Airports verschlang Unsummen. Und statt die Gebühren vorübergehend zu senken, kassierten die Flughäfen für alle Maschinen, die nicht weiterfliegen konnten, munter weiter. Dazu kommt, dass den Airlines durch Rückzahlungen annulierter Flüge und ausbleibende Neubuchungen die Einnahmen wegbrechen, während die Personalkosten auch während des Flugverbots in voller Höhe weiter liefen. Zudem pocht die EU-Kommission auf die Passierrechte und besteht auf Übernahme der Unterbringungs- und Verpflegungskosten durch die Airlines. Schon jetzt rechnen Experten damit, dass viele Airlines ohne staatliche Hilfe nicht überleben können.


NACH DEM FLUGVERBOT: Steigen jetzt die Preise?

Die Folgen: Werden jetzt die Kosten auf Neubuchungen umgelegt?

Bislang sieht es danach nicht aus. Die Fluggesellschaften scheinen eher auf eine schnelle Normalisierung zu setzen. Auch die Preisentwicklung jedenfalls wird die Aschewolke aus heutiger Sicht nur sehr kurzfristig Auswirkung haben. Lediglich für Abflüge an den letzten Apriltagen liegt das Preisniveau weit über dem Vorjahr. Wer etwa in den nächsten Tagen mit Lufthansa nach Singapur fliegen will, muss mit Preisen von 2.500 Euro rechnen, für ein Ticket nach New York sind je nach Rückflugtermin bis zu 2.000 Euro fällig. Doch schon Anfang Mai erreichen die Preise wieder das normale Niveau. Dann können Fernwehkranke wieder für 500 bis 600 Euro nach Thailand oder Indien fliegen und für 350 Euro nach New York.  Flugpreise vergleichen. Bei Pauschal- und Last-Minute-Reisen sind eher sinkende Preisen zu beobachten, weil die Zurückhaltung der Erholungssuchenden bei Neubuchungen derzeit noch recht hoch ist. REISE-PREISE.de machte den Preis-Check: Einwöchige Mallorca-Reisen inklusive Flug, Hotel und Transfer können in diesen Tagen schon für 150 Euro gebucht werden, für die Türkei wird man bei 200 Euro fündig und für und für die Kanaren bei 250 Euro. Verbunden mit dem Restrisiko, dass man bei erneuter Aschewolke gar nicht erst vom Acker kommt.